Auẞenministerium
der Volksrepublik Donezk

NATALIA NIKONOROVA KOMMENTIERTE DIE ENTFÜHRUNG VON ANDREJ KOSIAK DURCH DIE UKRAINISCHE SEITE

15 Oktober 2021
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Am 13. Oktober wurde ein ungeheuerlicher Verrat seitens der Ukraine begangen, der in seinem Zynismus und Gemeinheit beispiellos war - die Entführung eines LVR-Beobachters im gemeinsamen Zentrums für Kontrolle und Koordinierung des Waffenstillstands. Da sich dieser Vorfall am Tag des Treffens der Kontaktgruppe ereignete, informierte der Bevollmächtigte der Volksrepublik Lugansk am Standort Minsk gleich zu Beginn des Treffens alle Teilnehmer über das Geschehene und forderte die Freilassung des Bürgers Andrej Kosiak. Auf diesen Aufruf folgte jedoch keine verständliche Reaktion nicht nur aus der Ukraine, sondern auch von der OSZE.

Wir halten es für kategorisch inakzeptabel, nicht nur dieses Ereignis selbst, das sowohl dem Rahmenbeschluss vom 21.09.2016 als auch den Absätzen "a", "b", "d" Maßnahmen zur Stärkung des Waffenstillstands und im Allgemeinen dem Wesen der Friedensverhandlungen widerspricht, aber auch das Fehlen angemessener und unbedingt notwendiger Reaktionsmaßnahmen von der OSZE. Darüber hinaus nach den Fotos und Videos, denen zufolge der Herr Kosiak gefoltert, verhört und anderen illegalen Handlungen unterzogen wird.

Diese Provokation betrifft auch direkt die Volksrepublik Donezk. Zuallererst vertreten wir gemeinsam die Bewohner des Donbass und verteidigen ihre Interessen bei den Gesprächen in Minsk, und wir akzeptieren solche Gesetzlosigkeit der bewaffneten Formationen der Ukraine auf keinen Fall.

Gestern wurde im Namen des DVR bevollmächtigten Vertreters eine Notiz an den OSZE-Sonderbeauftragten in der Ukraine und in der Kontaktgruppe sowie an den Leiter der OSZE-SMM gesendet, in der wir unsere kategorischen Protest gegen Kiews inakzeptables Vorgehen. Darüber hinaus haben wir die Intermediäre auf die Gefahr aufmerksam gemacht, einen gefährlichen Präzedenzfall zu schaffen. Wenn diese internationale Organisation nicht eine aktive, harte und eindeutig verurteilende Position zu den offen provokativen und unmenschlichen Handlungen der ukrainischen Seite zeigt, dann gibt es keine Garantien, dass ähnliche Situation nicht noch einmal vorkommt - außerdem besteht solches Risiko sowohl in Bezug auf nach Lugansk und Donezk Volksrepubliken. Was wiederum unweigerlich zu einer Situation führt, in der die Spannung auf der Kontaktlinie um das Zehn-, wenn nicht Hundertfache ansteigt. Wir betonen auch, dass nur dank der Anwesenheit von Beobachtern der Republiken im gemeinsamen Zentrum für Kontrolle und Koordinierung des Waffenstillstands und ihres unantastbaren Status derzeit Reparatur- und Restaurierungsarbeiten beispielsweise an der Donezk-Filterstation und anderen kritischen Infrastruktureinrichtungen durchgeführt werden können.

Ohne erneutes Vertrauen in die von der ukrainischen Seite gegebenen und von der OSZE bekräftigten Sicherheitsgarantien ist sowohl ein Zusammenbruch der Wasserversorgung im Donbass als auch akute Eskalation an der Kontaktlinie wahrscheinlicher. In dieser Hinsicht und auch auf der Grundlage der im SMM-Mandat der OSZE dargelegten Funktionen und Verpflichtungen zur Gewährleistung von Frieden und Stabilität erwarten wir, dass die Mitarbeiter der Mission unverzüglich alle möglichen Schritte unternehmen, um den notwendigen Einfluss auf die Ukraine auszuüben, um die Bürger unverzüglich freizulassen Kosiak und ähnliche Situationen in Zukunft verhindern.